Für welche Kinder und Jugendlichen ist das Angebot geeignet?

Für Kinder und Jugendliche von 4 bis 17 Jahren, die gerade mit Sorgen, Unsicherheiten, Konflikten oder Veränderungen zu tun haben – etwa nach einem Umzug, bei Streit mit Freunden, beim Schulwechsel oder nach einer Trennung der Eltern. Liegt eine psychische Erkrankung vor oder besteht ein Verdacht darauf, ist eine kinder- und jugendpsychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung der richtige Weg. Gerne helfe ich bei der Einordnung im Erstgespräch.


Worin unterscheidet sich das von einer Psychotherapie?

Psychotherapie behandelt Störungen mit Krankheitswert und darf nur von approbierten Psychotherapeut*innen, Ärzt*innen oder Heilpraktiker*innen für Psychotherapie ausgeübt werden. Ich bin keine approbierte Psychotherapeutin. Meine Begleitung stärkt die Entwicklung Ihres Kindes und die Beziehungen in der Familie, ohne Diagnosen zu stellen oder Krankheiten zu behandeln. Sie kann eine Wartezeit auf einen Therapieplatz begleiten, aber nicht ersetzen.


Wie läuft der Einstieg ab?

Nach dem kostenlosen telefonischen Erstgespräch (ca. 20 Minuten) treffen wir uns zuerst ohne Ihr Kind. In diesem Elterngespräch lerne ich Ihre Familie, Ihre Sorgen und Ihre Wünsche kennen. Danach lerne ich Ihr Kind kennen und wir vereinbaren gemeinsam Ziele, die auch Ihrem Kind wichtig sind.


Müssen beide Elternteile zustimmen?

Ja, wenn Sie das Sorgerecht gemeinsam ausüben – auch wenn Sie getrennt leben. Vor Beginn unterschreiben alle Sorgeberechtigten eine schriftliche Vereinbarung. Haben Sie das alleinige Sorgerecht, bringen Sie bitte einen Nachweis mit. Jugendliche werden altersgerecht einbezogen und stimmen selbst mit zu.


Was erfahren wir als Eltern aus den Stunden?

Ihr Kind braucht einen geschützten Raum, in dem es offen sprechen kann. Was es mir anvertraut, gebe ich deshalb nicht im Einzelnen weiter. In regelmäßigen Elterngesprächen erfahren Sie aber, woran wir arbeiten, wie es Ihrem Kind geht und wie Sie es zu Hause unterstützen können. Was ich weitergebe, bespreche ich vorher mit Ihrem Kind.


Wo hat die Verschwiegenheit Grenzen?

Ich bin vertraglich und nach den Ethik-Richtlinien der DGSF zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ausnahmen gibt es nur, wenn das Leben oder die Sicherheit Ihres Kindes oder anderer Menschen akut gefährdet ist oder gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung bestehen. Auch dann spreche ich, wenn möglich, zuerst mit Ihnen und Ihrem Kind, bevor ich Hilfe einschalte.


Wie oft und wie lange finden die Termine statt?

In der Regel jede Woche für 60 Minuten - bei jüngeren Kindern können kürzere Einheiten sinnvoll sein. Hinzu kommen Elterngespräche oder Einheiten gemeinsam mit Geschwisterkindern. Wie viele Termine nötig sind, hängt vom Anliegen ab und wird regelmäßig gemeinsam überprüft.


Wie arbeite ich mit Kindern?

Kinder sprechen oft lieber durch Spiel, Bilder und Bewegung als durch Worte. Ich arbeite deshalb mit Figuren, Tieren, Malen, Geschichten, Metaphern und erlebnispädagogischen Elementen in der Natur. Mit Jugendlichen arbeite ich stärker im Gespräch, auch beim "Walk and Talk".


Wie bereite ich mein Kind auf den ersten Termin vor?

Erzählen Sie Ihrem Kind ehrlich und in einfachen Worten, dass es eine Frau kennenlernt, mit der es spielen und reden kann und die Familien hilft, wenn etwas schwer ist. Vermeiden Sie, den Termin als Strafe oder "Reparatur" darzustellen. Beim ersten Treffen sind Sie gerne zunächst (und bei Bedarf) mit dabei.


Was kostet die Begleitung und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Eine Sitzung (60 Minuten) kostet im Rahmen meiner Weiterbildung 30,00 €. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht. 


Was tun in einer akuten Krise?

Ich bin keine Kriseneinrichtung und nicht rund um die Uhr erreichbar. Bei akuter Gefahr wählen Sie bitte den Notruf 112. Rund um die Uhr hilft der Krisendienst Bayern unter 0800 655 3000, Kinder und Jugendliche erreichen die Nummer gegen Kummer unter 116 111.